Kraftzugspritze 8

In den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde mit der Vereinheitlichung von Fahrzeugtypen für die deutschen Feuerwehren begonnen. Die riesige Anzahl verschiedener Fahrzeuge mit unterschiedlichsten Leistungen und Bestückungen machten eine überörtliche Hilfe noch schwieriger und Beschaffungen waren unübersichtlich und aufwendig. Auch mit Blick auf die beginnende Aufrüstung des Landes wurde eine Normierung von Fahrzeugklassen, zugehörigen Fahrgestellen und festgeschriebener Bestückung durchgesetzt.

Vor allem bei kleineren Feuerwehren hatten sich zur damaligen Zeit die Tragkraftspritzenanhänger (TSA) durchgesetzt. Sie transportierten alle nötigen Geräte, die eine Löschgruppe zum Vortragen eines Löschangriffs benötigte. Bewegt wurden sie entweder über kurze Entfernungen im Handzug durch die Löschgruppe selbst, oder durch ein geeignetes Zugfahrzeug.

Hier setzte eine Ausschreibung des Reichsluftfahrtministerium (RLM) an, welche ein Fahrzeug beschrieb, dass den TSA ziehen konnte und gleichzeitig die Löschgruppe und zusätzliche Geräte transportierte. Vorgesehen waren dafür Transporterfahrgestelle der 1,5 Tonnen Klasse, wie z.B. der Mercedes L1500 oder der Opel Blitz. Anfangs saßen die Kameraden noch ungeschützt auf Sitzbänken längs zur Fahrtrichtung, später wurden sie durch eine Plane von Wind und Wetter getrennt.

Auch in Jena gab es diese "Katze" genannte Kraftzugspritze 8 (KsZ8) auf Opel Blitz Fahrgestell.

 KsZ8 bei einer Übung am Steiger